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Veranstaltungen

Workshops, Vorträge und Forschungsarbeit, 2024–2026.

Veranstaltungen — Interstices
© Interstices
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20263 Interaktionen

Workshop: Ordnung und Unordnung – Figuren des Chaos und Politiken der Restitution
© Interstices
08.–10. Mai 2026, Labyrinth, Zagarolo (Rom, Italien)

Workshop: Ordnung und Unordnung – Figuren des Chaos und Politiken der Restitution

Projekt TranskulturalitätZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Dieser Workshop lädt zur Erkundung verschiedener Aspekte von Ordnung und Unordnung ein: psychologischer, ethnographischer, religiöser, sozialhistorischer und ökologischer. In der Dynamik einiger Gegensatzpaare wie Leiden und Heilung, Krieg und Frieden, Chaos und Kosmos, Revolution und Konservatismus, Ökologie und Kollaps oder Moderne und Tradition treten die Deklinationen der unaufhörlichen Spannung zwischen Ordnung und Unordnung weit deutlicher und konkreter hervor als in rein formalen oder vorwiegend spekulativen Schemata. Auf diese Deklinationen und ihre möglichen Bahnen (jenseits der Grenzen der Einzeldisziplinen) will sich der Workshop konzentrieren, um eine Begegnung und einen Dialog zu ermöglichen, die auf die großen Herausforderungen unserer Zeit antworten könnten.

Workshop: Tradition und Spiritualität: Die Frage der Agency
Archäologische Stätte Punta Walichu, Argentinien
27.–29. März 2026, Labyrinth, Zagarolo (Rom, Italien)

Workshop: Tradition und Spiritualität: Die Frage der Agency

Projekt Animismus in der PraxisZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Der Workshop möchte die Vielschichtigkeit „nicht-menschlicher Handlungsmacht“ in traditionellen Gesellschaften erkunden sowie ihren Widerhall in der westlichen Aneignung bestimmter Techniken, die Zugang zu ihr verschaffen sollen. Im Mittelpunkt stehen die Dynamiken von „Aneignung“, „Erfindung“, „Rekontextualisierung“ und „Hybridisierung“ sowie die Weisen, in denen bestimmte moderne Ansätze (wie die Analytische Psychologie, die Ethnopsychiatrie und gewisse Kunstformen) fremde kulturelle Entitäten – insbesondere rituelle Techniken – intuitiv so weit herbeirufen können, dass deren eigene Autopoiesis wahrnehmbar wird.

Forschungsarbeit in Amazonien: Die Tradition der Yawanawa
Foto: Amanda Viana
Januar 2026, Amazonien (Brasilien)

Forschungsarbeit in Amazonien: Die Tradition der Yawanawa

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Im Januar 2026 forschte Amanda Viana de Sousa im Amazonas-Regenwald (Brasilien) zu den traditionellen Heilmethoden der indigenen Gruppe der Yawanawa, einschließlich eines Interviews mit ihrem ältesten Heiler, Shãwahu, auch Vovô João genannt.

20257 Interaktionen

Workshop: Pluriversum: Eine ökosophische Diaspora im Entstehen?
Foto: Valerio Lucia
14.–16. November 2025, Labyrinth, Zagarolo (Rom, Italien)

Workshop: Pluriversum: Eine ökosophische Diaspora im Entstehen?

Projekt ÖkosophieZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Dieser Workshop möchte die interdisziplinäre und transformative Tragweite der Idee des „Pluriversums“ erkunden, indem er eine ökosophische Diaspora als ethisch-politischen Bezugspunkt in den Blick nimmt, um westliche Herrschaftsmodelle in einen Vektor praktischer Weisheit zu verwandeln. Wenn die Praxis einer „Welt aus vielen Welten“ auf die Bewahrung und Verteidigung von Lebensweisen zielt, die den gegenwärtigen globalen Strategien der Welterzeugung entgegenstehen, bleibt die Herausforderung zu prüfen, ob die Verwirklichung eines solchen Versuchs nicht eine ontologische Verschiebung in der Art erfordert, wie Wissen in der westlichen Kultur ausgeübt und weitergegeben wird.

Offene Diskussion: Das Buch Traces from the Labyrinth: Insights on Alain Daniélou von Adrián Navigante
© Interstices
08. November 2025, Palazzo Toppo Wassermann (Udine, Italien)

Offene Diskussion: Das Buch Traces from the Labyrinth: Insights on Alain Daniélou von Adrián Navigante

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Die Universität Udine und die Freie Universität Bozen empfangen Adrián Navigante zu einer Diskussion über sein Buch Traces from the Labyrinth: Insights on Alain Daniélou. Prof. Marcello Barison und Dr. Emma Lavinia Bon sprechen mit Adrián Navigante über seinen Zugang zu Leben und Werk Alain Daniélous, der über die Frage der Indien-Rezeption im Westen hinausgeht und Daniélou als Vertreter einer neuen Form des Humanismus zeigen will – mit einem transkulturellen Projekt, das eurozentrische Parameter des Denkens und Lebens herausfordert.

Workshop: Formen der Vergesellschaftung mit nicht-menschlicher Handlungsmacht
Foto: Amanda Viana
23.–26. Oktober 2025, Labyrinth (Zagarolo, Rom – Italien)

Workshop: Formen der Vergesellschaftung mit nicht-menschlicher Handlungsmacht

Projekt Animismus in der PraxisZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Der vorliegende Workshop widmet sich Formen der Vergesellschaftung, die von nicht-westlichen Gesellschaften inspiriert sind, insbesondere im Hinblick auf Ritual und Transformation. Er will die tiefenpsychologische, anthropologische und ontologische Bedeutung „nicht-menschlicher Handlungsmacht“ als lebendigen Faktor der Beziehung hervorheben. Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Form von Agency erfordert einen besonderen Zugang zur „kulturellen Differenz“, in dem sich eine gemeinsame Grundlage für Begriffe wie psychisches Feld und kultureller Horizont finden und den Herausforderungen unserer Zeit entsprechend pflegen lässt.

Forschungsarbeit in Westafrika: Das Divinationssystem der Ewe in Togo
Foto: Adrián Navigante
September 2025, Togoville (Togo)

Forschungsarbeit in Westafrika: Das Divinationssystem der Ewe in Togo

Dieser Forschungsaufenthalt von Adrián Navigante im Süden Togos umfasste intensive Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem geomantischen Divinationssystem, seiner mythischen und rituellen Struktur sowie seiner Anwendung als Heilungsdispositiv. Diese Tätigkeiten sollen das vor fünf Jahren an der Alain-Daniélou-Stiftung begonnene Projekt fortführen und vertiefen und traditionelle lokale Kulturen, ihre Präsenz und ihr Fortbestehen im globalen Kontext zur Geltung bringen.

Geschichten zeichnen: Ein Workshop zur geometrischen Kunst der Huni Kuin aus Amazonien
Foto: Nina Schlechtriem
03. September 2025, Verein Haus der Erde, Freiburg

Geschichten zeichnen: Ein Workshop zur geometrischen Kunst der Huni Kuin aus Amazonien

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Das Zentrum Interstices organisierte gemeinsam mit dem Forest Guardian Institut (Brasilien) und dem Verein Haus der Erde (Deutschland) einen Workshop mit den Huni Kuin, einer indigenen Gruppe aus dem Amazonas-Regenwald (Acre, Brasilien). Im Mittelpunkt stand die geometrische Kunst der Huni Kuin, traditionell Kené genannt, die in Handwerksarbeiten umgesetzt und zur Körperbemalung verwendet wird – mit einer großen Vielfalt an Motiven, die von den geometrischen Mustern der nicht-menschlichen Wesen des Amazonas-Regenwaldes inspiriert sind. Ziel des Workshops war es, diese besondere Form indigenen Ahnenwissens durch Kunst, Geschichten, Lieder und Gebete zu teilen, die dazu beitragen können, bestimmte problematische Aspekte unserer westlichen Lebensweisen zu heilen. Die Veranstaltung fand am 3. September 2025 im Verein Haus der Erde statt und wurde von einem internationalen Publikum (aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien und Brasilien) besucht.

Workshop mit Paul Stoller: Wissensüberlieferung und Lebensweisen
Foto: Jasmin Tahmaseb
23.–25. Mai 2025, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Workshop mit Paul Stoller: Wissensüberlieferung und Lebensweisen

Projekt TranskulturalitätZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Dieser Workshop des Zentrums Interstices widmet sich der Erkundung von Modalitäten der Wissensüberlieferung und von Lebensweisen, die vom vorherrschenden Diskurs des Westens abweichen. Im Mittelpunkt der Debatte stehen Interaktionsräume, die sich von der Logik der (globalisierten) Verwestlichung nicht ohne Weiteres standardisieren lassen. Es sollen nicht nur verschiedene Wissensdisziplinen in einen fruchtbaren Dialog über Beweggründe und Wirkungen bestimmter kultureller Praktiken gebracht, sondern auch das Engagement der Subjekte in solchen Praktiken erkundet werden – und so ein Raum für eine kosmopolitische Transformation des westlichen Paradigmas im Sinne eines „Pluriversums“ eröffnet werden.

Workshop: Feldwahrnehmung und das relationale Unbewusste: Ein transversaler Zugang zu traditionellen Kulturen
Foto: Amanda Viana
28.–30. März 2025, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Workshop: Feldwahrnehmung und das relationale Unbewusste: Ein transversaler Zugang zu traditionellen Kulturen

Projekt Animismus in der PraxisZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Die „Praxis des Animismus“ ist eine Lebenskunst, die auf einer soliden Wissensüberlieferung und auf kollektiven Praktiken beruht, wie sie von Kulturen entwickelt wurden, die man früher als „primitiv“ oder „barbarisch“ bezeichnete. Diese Kulturen lehren uns nicht nur andere Parameter der Wahrnehmung und Kognition, sondern auch eine Form des Animismus, die als Gegenmittel zu vielen der Probleme gelten kann, mit denen wir heute konfrontiert sind (von somatischen und psychischen bis zu ökologischen und spirituellen). Dieser Workshop schlägt eine Neuerziehung der Wahrnehmung und eine Neuausrichtung unserer kognitiven Parameter durch das Pluriversum bestimmter nicht-westlicher lokaler Traditionen vor, ebenso wie eine Neubetrachtung neuer Begriffe der westlichen Psychologie und Anthropologie (etwa „fremdes Wissen“, „archetypisches Feld“, „Mechanismus der Beeinflussung“ und „ontologischer Schock“), um den selbstreferenziellen Rahmen der westlichen Kultur und ihr universalistisches Projekt neu zu denken.

20249 Interaktionen

Workshop: Geophilosophische Aspekte südasiatischer, indigener amerikanischer und westafrikanischer Traditionen
Foto: Adrián Navigante
11.–13. Oktober 2024, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Workshop: Geophilosophische Aspekte südasiatischer, indigener amerikanischer und westafrikanischer Traditionen

Projekt Animismus in der PraxisZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Die Schaffung eines therapeutischen Raumes in traditionellen Gesellschaften setzt die Wiederherstellung einer kollektiven Ordnung durch verschiedene Formen der Intervention voraus. Dies impliziert eine weitere und komplexere Form der Vergesellschaftung, als moderne Parameter zu denken erlauben – zumal wenn man das lebendige Beziehungsfeld berücksichtigt, das aus solchen Praktiken hervorgeht. Dieser Workshop ist eine Erkundung dieses Feldes, die den Menschen dezentriert, um das Gleichgewicht der Erde wiederherzustellen.

Ökosophie. Transversale Brücken zu neuen Beziehungsformen
Unbekannter Maler. Foto: Peter Veeeheg
27.–29. September 2024, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Ökosophie. Transversale Brücken zu neuen Beziehungsformen

Projekt ÖkosophieZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Ökosophie, ein von Arne Naess geprägter und von Félix Guattari weiterentwickelter Begriff, steht für eine Form der Weisheit oder eine konkrete Lebensphilosophie, die sich dem menschlichen Projekt entgegenstellt, das zur heutigen globalen Krise geführt hat. Diese Interaktion ist ein Raum, um an einer neuen Pragmatik des Lebendigen zu arbeiten, die weit über den Horizont von Naess und Guattari hinausreicht.

Forschungsarbeit in Westafrika: Das Divinationssystem der Ewe in Togo
Foto: Boko Selom Alowou Aguevodou
September 2024, Togoville (Togo)

Forschungsarbeit in Westafrika: Das Divinationssystem der Ewe in Togo

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Dieses Projekt begann im Rahmen der Alain-Daniélou-Stiftung und hat in den letzten fünf Jahren mit unterschiedlichen Modalitäten und Zielsetzungen Gestalt angenommen. Gegenwärtig stützt es sich auf intensive Forschungsarbeit von Adrián Navigante im Süden Togos bei traditionellen religiösen Gruppen, um deren Divinationssystem, Mythen, Rituale und Pharmakopöe zu verstehen.

Teilnahme am Ersten Treffen des Ahnenwissens indigener amerikanischer Traditionen
© IRPY
14.–21. Juli 2024, Boca do Acre, Bundesstaat Amazonas (Brasilien)

Teilnahme am Ersten Treffen des Ahnenwissens indigener amerikanischer Traditionen

Infolge des Workshops Nicht-westliche Wissensformen und ihre Bedeutung für die europäische Kultur wurde Amanda Viana de Sousa von der brasilianischen Anthropologin Fernanda Gebara eingeladen, als Freiwillige an diesem besonderen Ereignis im Amazonas-Regenwald teilzunehmen, bei dem Hebammen, Kennerinnen und Kenner von Heilpflanzen, spirituelle Führungspersonen, Schamanen, Heiler und Ritualexperten verschiedener indigener Gruppen zusammenkamen, um Ahnenwissen auszutauschen und über dessen Bewahrung nachzudenken.

Nicht-westliche Wissensformen und ihre Bedeutung für die europäische Kultur
© Interstices
26.–28. April 2024, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Nicht-westliche Wissensformen und ihre Bedeutung für die europäische Kultur

Projekt TranskulturalitätZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Dieser Workshop möchte einen Raum theoretischer Reflexion und Diskussion über Feldforschung und Forschungserfahrungen zu Weltkonfigurationen nicht-westlicher Kulturen eröffnen, die eine gründliche Neubetrachtung der vorherrschenden Epistemologie und der ontologischen Grundlagen der modernen westlichen Kultur erzwingen.

Vortrag: Labirinto e Alteritá, von Adrián Navigante
©Progetto Archetypon
8. April 2024, Universität Padua (Italien)

Vortrag: Labirinto e Alteritá, von Adrián Navigante

Vortrag an der Universität PaduaZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Adrián Navigante wurde im Rahmen des interdisziplinären Projekts Archetypon eingeladen, über die Bedeutung des Labyrinths und seine Verbindung mit dem Begriff der Alterität sowie über dessen anthropologische, philosophische und historische Implikationen zu sprechen.

Vortrag: Alain Daniélous proteischer Shivaismus, von Adrián Navigante
© UCLY CECR
20.–21. März 2024, Universität Lyon III, Lyon (Frankreich)

Vortrag: Alain Daniélous proteischer Shivaismus, von Adrián Navigante

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Vortrag von Adrián Navigante beim internationalen Symposium „Transmettre la connaissance de l’hindouisme en Inde et au-delà“ (Universität Lyon III, Frankreich): Le shivaïsme protéiforme d’Alain Daniélou et sa place dans la reception de l’Inde au XX siècle.

Workshop: Auf dem Weg zu einer neuen Anthropologie der Beziehungen
Foto: Kandukuru Nagarjun (Flickr images)
15.–17. März 2024, Labyrinth, Zagarolo (Italien)

Workshop: Auf dem Weg zu einer neuen Anthropologie der Beziehungen

Projekt Animismus in der PraxisZentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Ziel dieses Workshops ist eine Neuerziehung von Wahrnehmung, Imagination und Kognition, wie sie Alain Daniélous Shiva and Dionysus vorschlägt, nach den Parametern traditioneller Kulturen (in Südasien, Westafrika und Südamerika), deren Weltkonfiguration die westlichen Begriffe von Individuum und Umwelt, Natur und Gesellschaft, Richtig und Falsch, Normalität und Pathologie in Frage stellt.

Forschungsarbeit in Amazonien: Die Tradition der Yawanawa
Foto: Amanda Viana
Januar 2024, Amazonien (Brasilien)

Forschungsarbeit in Amazonien: Die Tradition der Yawanawa

Zentrum Interstices in Zusammenarbeit mit der FAD

Im Januar forschte Amanda Viana de Sousa im Amazonas-Regenwald im Dorf Yawarani bei der indigenen Gruppe der Yawanawa; im Mittelpunkt standen deren Vergesellschaftung mit Nicht-Menschen (insbesondere Pflanzen), ihre Heilmethoden und die mündliche Wissensüberlieferung durch die alten Schamanen.

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